Ergonomie rechnet sich

Kosten sparen durch ergonomische Arbeitsplätze


Fast alles geht heute per Mausklick. Vorbei die Zeiten, in denen eine Akte geholt oder ein Vorgang ins Nachbarbüro gebracht werden musste. Der Computer fesselt uns an den Schreibtisch. Längst hat sich der moderne Mensch an die sitzende (Arbeits-)Haltung und die damit einhergehende Bewegungslosigkeit gewöhnt. Das mag zwar bequem sein, schadet aber der Gesundheit. Mehrstündiges Dauersitzen, wie es immer mehr Menschen am Arbeitsplatz praktizieren (müssen), ist ein Problem.

Denn der menschliche Organismus, unsere Muskulatur und Wirbelsäule brauchen Bewegung, um dauerhaft gesund und stark zu bleiben. Ohne Bewegung leidet nicht nur das Herz-Kreislauf-System, vor allem degeneriert der Stütz- und Bewegungsapparat. Die Folgen sind schwerwiegend. Und das nicht nur aus individueller Sicht, sondern auch für Unternehmen und Volkswirtschaft. Gefragt sind also Lösungen, die uns tatsächlich bewegen - und das möglichst oft und möglichst regelmäßig - auch im Büro.

DAS KREUZ MIT DEM KREUZ

Bei den meisten Arbeitnehmern, die überwiegend im Sitzen arbeiten, gehen regelmäßig Beschwerden mit der täglichen Arbeit am Bildschirm einher. Die gesundheitlichen Folgen für den einzelnen sind mitunter dramatisch: Das fängt bei Kopfschmerzen und Sehbeschwerden an, umfasst Durchblutungsstörungen, schmerzende Beine, Schwellungen, aber auch vorzeitige Ermüdungserscheinungen und Konzentrationsschwächen sowie die vielfältigsten Muskel- und Gelenkprobleme: Verspannungen im Nacken, im Schulterbereich oder in den Armen, muskuläre Dysbalancen, eine verkürzte Muskulatur und Bandscheibenprobleme. Nicht selten entwickelt sich daraus sogar ein langfristiges Leiden.

Doch auch unternehmerisch macht sich der Bewegungsmangel bemerkbar: Die typischen Krankheitsbilder wie Verspannungen, Hexenschuss oder Bandscheibenvorfall bedürfen oft einer langwierigen Behandlung, die nicht nur von den Krankenkassen, sondern auch von den Arbeitgebern teuer bezahlt wird. Dabei ist der Schaden für die Unternehmen sogar noch höher anzusetzen, denn dauerhaft falsches Sitzen führt bei den betroffenen Mitarbeitern nicht selten zu einem Leistungsverlust und zu nachlassender Motivation.

Dabei passen die Ziele, die aus individueller und unternehmerischer Sicht an eine möglichst ergonomische Büroausstattung gestellt werden, perfekt zusammen: Jeder Büro-Mitarbeiter will einen gesunden Arbeitsplatz und ein Ambiente zum Wohlfühlen; jedes Unternehmen sucht Wirtschaftlichkeit im Büro.

BEISPIELRECHNUNG

Werden mit einem Sitz-Steharbeitsplatz über 13 Abschreibungsjahre durchschnittlich 3,5 Fehltage pro Jahr wegen Rückenschmerzen vermieden, ergibt sich im gleichen Zeitraum bei 350,- Euro Mehrkosten im Vergleich zu einem statischen Arbeitsplatz eine Einsparung von 12.026,- Euro.

Durchschnittliche Mitarbeiter-Kosten pro Jahr 60.000,- Euro
Kosten pro Krankheitstag (bei 220 Arbeitstagen im Jahr) 273,- Euro
3,5 Fehltage pro Jahr (wegen Rückenschmerzen) 955,- Euro

Mehrinvestition für Sitz-Steharbeitsplatz (im Vergleich zum statischen Arbeitsplatz) 300,- bis 400,- Euro
durchschnittliche Mehrkosten Sitz-Steharbeitsplatz pro Jahr (bei 13 Jahren Abschreibungsdauer für Büromöbel) 27,- Euro

Einsparung p.a. 928,- Euro